Über 15 Jahre Müritz-Erfahrung!

Kurz nach Grenzöffnung haben mein Freund und ich erstmals Kontakt gehabt mit der Müritz-Region. Unsere ersten Reisen führten uns an den Plauer See mit Übernachtungen auf dem Camping-Platz “Zuruf”, wo wir in einem Ferienhaus übernachteten. Zu dieser Zeit erschien die Region wenig erschlossen (Unterkünfte, Bootsverleih etc.), alles war schwierig.

Unsere Angelerfolge waren anfangs mager und wir stellten Berichte in der Zeitschrift Blinker über XXL-Fänge in Frage.

Durch einen Freund bekam ich Informationen von Übernachtungs-möglichkeiten und Bootsverleih in Sietow-Dorf an der Müritz. Von da ab waren die Probleme geringer, aber noch nicht gelöst (www.mueritz-marina.de).

Es bestand nach wie vor der Vorbehalt zwischen Ost und West, Vertrauen und Informationen waren nur selten zu erhalten.

Auch wir verließen anfangs die Müritz, manchmal mit mäßigen und manchmal mit schlechten Erfolgen und wir fragten uns, ob eine Angelreise hierhin weiter lohnt?

Alle Leser dürfen sich gewiss sein: Es lohnt sich!

Wer sich bewusst ist, dass sich ca.80 % der Fische auf ca. 20 % der
Wassserfläche befinden, kann sich annähernd vorstellen, wie schwierig es ist auf einem so enorm großen Gewässer den Fisch zu finden.

Unsere jahrelangen Erfahrungen, die wir mit viel Lehrgeld bezahlt haben führen uns auch heute noch letzlich zum Erfolg.

Man muss einfach wissen, wann ich wo zu welcher Jahrezeit Erfolgschancen habe. Die Logistik muss stimmen:Unterkunft, Bootsverleih, Angelscheinausgabe, Köderfische, Gespräche mit Einheimischen ( Berufsfischer, Angler) etc.

Manchmal ist es aber auch die eigene Überheblichkeit, die einem den Erfolg verwährt:

In Waren am Hafen trafen wir einen jungen Angler. Wir fragten ihn:

Was machst Du denn da ?
Er sagte: Ich fange “Anstecker” (Köderfische”(kleine Barsche)
Auf ein weiteres Gespräch gingen wir nicht ein und setzten unsere
Angelreise im Schlauch vor Waren fort.

Am Abend trafen wir den Jungangler wieder und fragten ihn, ob er etwas gefangen hätte?
Ja, sagte er. Fünf Hechte, der Größte war 107 cm lang.

Wir, die wir nur wenigen hundert Meter von seinem Boot entfernt lagen, gingen an diesem Tag leer aus.

In den letzten beiden Jahren haben wir innerhalb von fünf Angeltagen
mit zwei Personen durchscnittlich 30 Hechte gefangen. Der Größte war 122 cm lang, die Mehrhzahl lag zwischen 70 cm und 90 cm.

Ich kann nur allen Angelinteressierten sagen: Es braucht jahrelange
Erfahrung und gewachsene Kontakte um neben dieser fantastischen Natur tolle Fangergebnisse zu erfahren.

Christian Wiesenthal